Arbeitsgruppe 4: Die Vielfalt der Perspektiven – Objektivität neu denken

Welche Perspektive nehme ich ein?

Zu den Menschen rausgehen, alle Seiten und Perspektiven anhören, objektiv berichten – diese Forderungen an den Journalismus und an JournalistInnen sind nicht neu. Doch warum ist das Thema des Perspektivenwechsels heute aktueller denn je?

In Zeiten von Online-Filterblasen und unzähligen veröffentlichten Lobhudeleien und Hasskommentaren steht fest: Journalismus, der Fakten recherchiert und einordnet, ist unverzichtbar.

Gerade bei politisch sensiblen Themen wie der Flüchtlingsbewegung steht der Journalismus vor neuen Herausforderungen. Die journalistischen Qualitätskriterien müssen jetzt neu diskutiert werden und der Journalismus muss eine seiner wichtigsten Aufgaben sehr ernst nehmen: jede Gruppe zu Wort kommen lassen – egal ob Flüchtlinge oder besorgte Bürger. Denn bei der Berichterstattung geht es nicht um das Berichten über jemanden, sondern um das Schreiben aus verschiedenen Perspektiven.

Welche Perspektive nehme ich ein?

Diese Frage muss jede/r JournalistIn im Hinterkopf behalten und für sich selbst überdenken, um einen Perspektivenwechsel in den Redaktionen möglich zu machen. Vor allem auch, um der journalistischen Aufgabe – Gewährleistung eines öffentlichen Diskurses, Meinungsbildung und Demokratieherstellung – nachkommen zu können.


Ein Beispiel gelungener Perspektivenvielfalt

Die Journalistin Sandra Müller vom SWR erzählte auf der Tagung und bei der Podiumsdiskussion über ihre Reportage „Jeder Sechste ein Flüchtling. 1000 Asylsuchende als Nachbarn“. Bis Ende 2016 begleitete sie vier Menschen, die in Meßstetten leben oder in der Flüchtlingsunterkunft arbeiten. Es handelt sich hierbei um eine Langzeitbeobachtung, die verschiedene Perspektiven ermöglicht und die Menschen ernst nimmt. Müller geht es beim Perspektivenwechsel auch um den Journalismus auf Augenhöhe:

Dass man eben nicht immer nur mit Funktionsträgern, Politeliten, Entscheidern spricht, sondern das Leben ist vielfältig und es leben so viele Menschen in diesem Land, die ganz andere Dinge wahrnehmen. Und um die zu verstehen, muss ich mich auf deren Augenhöhe begeben, ob die jetzt höher oder niedriger ist, das ist völlig irrelevant. Es geht darum, mit deren Augen zu sehen, ja, und sich da hineinzuversetzen und das ist für mich entscheidend.

Mit ihrer Reportage zeigt sie, dass der Perspektivenwechsel die journalistische Berichterstattung bereichert und es so möglich wird, mit verschiedenen Gruppen ins Gespräch zu kommen und das über einen längeren Zeitraum. Müller merkt an, dass mit derartigen Recherchen über eine längere Zeit hinweg auch Probleme zusammenhängen: Der Zeitaufwand für Reportagen dieser Art werde in Redaktionen oft nicht honoriert, außerdem bleibe nicht viel Zeit für persönliche Gespräche mit Menschen, die in der Redaktion anrufen und Fragen haben. 

 

Sandra Müller, Journalistin beim SWR: sandra müller

„Ich glaub, es geht in der Perspektivenvielfalt im Journalismus darum, zu sehen, wo die Wirklichkeit größer ist als die, die man alltäglich erlebt. (…) Also zu versuchen, andere Wirklichkeiten, Lebensecken, Lebensbedingungen, Wahrnehmungen zu erkennen und das immer wieder zu hinterfragen. Kann meine die einzig richtige sein – nein, natürlich nicht. (…) Das ist glaub ich die Essenz von Journalismus, insofern ist Perspektivwechsel immer nötig, es geht nicht ohne.“

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Sandra Müller


Auf Menschen zugehen und Marktplätze schaffen

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch taz-Redakteurin Barbara Junge: Journalismus bedeute, auf Menschen zugehen und sie dadurch zu ermutigen, eigene Themen an JournalistInnen heranzutragen und gesellschaftliche Probleme öffentlich zu machen. Die Presse soll ein Vermittler von Informationsaustausch sein. Mit dem Projekt „MeinLand“ von der taz wolle man für eine offene Gesellschaft und für eine demokratische Auseinandersetzung kämpfen. Im Vorfeld der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern ist die taz auf Rügen und in Güstrow im August 2016 unterwegs gewesen, man hat die Reise im September 2017 weitergeführt. An 54 Stationen haben sie Halt gemacht, sind dort mit Menschen ins Gespräch gekommen. Es gehe um das Zuhören, um runde Tische und Diskussionen, damit Probleme der BürgerInnen gehört werden. Diese Marktplätze mit demokratischen Diskussionen fördern auch den konstruktiven Journalismus (Definition der taz, Definition der perspective daily).

 

 

Barbara Junge, stellvertretende Chefredakteurin bei der taz:

barbara junge„Ich glaub wir müssen rausfinden, welche Kanäle wir nutzen können, um unserer Rolle gerecht zu werden. Nämlich Positionen und auch einfach Gruppen in der Gesellschaft zu Wort kommen zu lassen und Informationsaustausch zu ermöglichen als kritische Journalisten.“

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Barbara Junge


Subjektive Erfahrungen berücksichtigen

Ein weiterer Anstoß, um einen Perspektivwechsel möglich zu machen, ist die Idee, dass jede/r JournalistIn seine eigene Expertise und subjektive Erfahrung mit in die Recherche einbezieht und hinterfragt. Dazu gehört es auch, sich mit seinen eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen: Könnte entgegen der eigenen Meinung oder der Recherche auch das Gegenteil richtig sein?

Allerdings können sich auch hier Probleme ergeben, weil JournalistInnen zum Beispiel in kürzester Zeit Artikel abliefern müssen, weshalb sie keine Zeit haben, solche Überlegungen durchzuführen.

 

 Ulrike Pfeil, freie Journalistin Schwäbisches Tagblatt:

ulrike pfeil

 „Immer zuerst die eigene Perspektive hinterfragen, befragen und auch einsetzen. Auch einsetzen, um zu erkennen, worüber bin ich überrascht, was habe ich nicht erwartet und daraus dann andere Perspektiven suchen, hoffentlich auch finden und darstellen.“

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Ulrike Pfeil


„Put yourself in the other man´s shoes”

Von der Übernahme anderer Perspektiven berichtet Professor Olaf Kramer und bringt den Begriff des „perspective taking“ (Perspektivenübernahme) an. Hierbei geht es darum, sich in jemand anders hineinzuversetzen. Das erste Verfahren sei die

Imagine-self-Perspective

bei der man sich selbst zwar vorstelle, in der Rolle des anderen zu sein, aber dennoch weiterhin man selbst bleibe – man wechsele hin und her und könne sich die Frage stellen: Wie wäre es, wenn ich in diesem Teil der Stadt wohnen würde und diese Ausbildung hätte? Im Journalismus bedeutet dies, herauszufinden, wie der andere sich fühlt, in welcher Situation er sich befindet und wie man selbst in seiner Situation handeln würde. Durch dieses Gedankenspiel und das Hineinfühlen bleibt der Perspektivenwechsel nicht abstrakt, sondern wird konkret.

Imagine-other-Persepctive

ist die nächste Steigerungsstufe, bei der man sich vorstellt, wirklich ein anderer zu sein, um sozialkulturelle Bedingungen verstehen zu können. Nach Kramer erfordere diese Stufe Fantasie und sei eine wichtige gedankliche Übung, um zu Perspektivenvielfalt zu kommen und unterschiedliche Perspektiven zu sehen.

olaf kramer

 

 

Olaf Kramer, Professor für Rhetorik und Wissenskommunikation an der Universität Tübingen

„Im Englischen gibt’s das „put yourself in the other man´s shoes“, das beschreibt auch ganz schön worum´s da eigentlich geht.“

 

 

In diesem Zusammenhang wurde auf der Tagung auch der Begriff Empathie diskutiert: Es ist schwieriger, jemandem Empathie entgegenzubringen, den man als unsympathisch empfindet, als jemandem, den man sympathisch findet. Dabei ist es wichtig, ein „Pseudo-Verstehen“ zu vermeiden, also das Gefühl, aus Mitleid handeln zu müssen. Genauso wichtig für die Berichterstattung ist es, sich selbst als JournalistIn bzw. als Person zu zeigen. Das ist ein Bruch zum bisherigen Vorgehen, bei dem man sich als JournalistIn in Artikeln zurückgenommen hat und unsichtbar blieb. Doch dadurch, dass die Leserschaft die JournalistInnen „sehen“ kann und weiß, dass die Artikel von Menschen verfasst wurden, kann dieser Weg objektiv und glaubwürdig erscheinen.

 

Ernst Fricke, Honorarprofessor für Medienrecht und Gerichtsberichterstattung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt:

ernst fricke

„Wir haben eine Diskussion geführt, ob Empathie im Bereich des Journalismus eine Bedeutung hat und sind dann darauf gekommen, dass es sogar die Umsetzung des Anspruchs auf Menschenwürde ist, wenn man mit Empathie berichtet.“ 

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Ernst Fricke


Objektivität durch Subjektivität

Objektivität bedeutet im Journalismus, über das zu informieren, was durch verschiedene Quellen bezeugt wurde. Oder wie es die Kommunikationswissenschaftlerin Cornelia Mothes in einem Interview sagt:

Im Allgemeinen meint Objektivität im Journalismus, dass Journalisten versuchen, das gesellschaftliche Geschehen möglichst unbeeinflusst von Eigeninteressen darzustellen, also zum Beispiel verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Ansichten zu Wort kommen zu lassen oder Fakten deutlich von der eigenen Meinung zu trennen. Eine solche unverzerrte Zusammenstellung von Nachrichteninhalten soll es ermöglichen, dass sich jeder Bürger eine eigenständige, unabhängige Meinung bilden kann.

Genauso wichtig wie die Objektivitätsnorm im Journalismus ist, so umstritten ist sie auch. Denn JournalistInnen sind Menschen mit eigenen Erfahrungen, Meinungen und Erlebtem. Allein die Auswahl an Nachrichten oder der InterviewpartnerInnen bleibt subjektiv. Diesen Rechercheweg offenzulegen, sich selbst als JournalistIn zu zeigen und für diesen Weg einzustehen ist subjektiv – kann aber gleichzeitig auch für Objektivität stehen.

 

Valérie Eiseler

 

 

Valérie Eiseler, Master-Studentin „Medienentwicklung“ an der Hochschule Darmstadt:

„Objektivität im Journalismus ist für mich ein Ideal, nach dem man streben kann, das aber nicht wirklich erreichbar ist.“

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Valérie Eiseler

 

 

lukas blank

Lukas Blank, Bachelor-Student „Online-Journalismus“ an der Hochschule Darmstadt:

„Aber insgesamt find ich es doch mal ganz wichtig einen Unterschied zu ziehen zwischen Objektivität, die wirklich sinnvoll ist und einer Subjektivität, die vielleicht auch einen gewissen Anstoß in eine Diskussion bringen kann vielleicht auch nochmal eine andere Perspektive in eine Diskussion bringen kann, einfach weil man nicht mehr sklavisch gefesselt ist nur mit Fakten zu arbeiten.“

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Lukas Blank

 

 

Peter Allgaier, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt: 

                                                                 peter allgaier „Perspektivenvielfalt im Journalismus ist für mich, tatsächlich alle Fakten zu einem Thema zu sammeln, die mal irgendwie zu hören und auch wahrzunehmen und dann aufgrund eben all dieser Fakten dann auch (…) zu handeln.

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Peter Allgaier

 

Relevanzkontrolle ist ein weiteres wichtiges Stichwort an dieser Stelle: Für jede/n Journalist/in stellt sich die Frage, ob er in der Lage ist, die Aufmerksamkeit auf Themen zu lenken, die außerhalb seines Erfahrungsspektrums liegen – oder ob er lieber nur Themen behandelt, die, bildlich gesprochen, bei ihm vor der Tür liegen.

Hier muss bei der Redaktion selbst angesetzt werden, denn JournalistInnen sitzen in den Redaktionen und reagieren meist vor allem auf das, was von außen hereinkommt – Terminjournalismus. Eigene Themenvorschläge sind oft selten, als einer der Hauptgründe dafür gilt Zeitmangel. Es stellt sich die Frage, ob freie MitarbeiterInnen hier etwas bewirken können, weil sie mit Themenvorschlägen von außen an die Redaktionen herantreten. Gegen diese Überlegung spricht allerdings die Tatsache, dass viele freie MitarbeiterInnen eher selten Themenvorschläge machen. Oft werden die Themenvorschläge von der Redaktion an die freien MitarbeiterInnen herangetragen. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und Crossmedialität sollten JournalistInnen aber eigene und wichtige Themen recherchieren. Und sie sollten die technischen Möglichkeiten mit all den verschiedenen Kanälen nutzen, um damit Perspektivenvielfalt und ein breites Publikum zu erreichen.

 

Annette Wagner, Crossmedia-Journalistin und Filmautorin unter anderem für SWR, ARD und arte: 

annette wagner

„Perspektivenvielfalt im Journalismus finde ich was sehr Befruchtendes. Seit es crossmedialen Journalismus gibt, findet die Perspektivenvielfalt endlich eine Form, mit der ich auch ein breites Publikum erreichen kann, dadurch dass ich vom Thema her zu den passenden Formaten denke und wie ich die sinnvoll verknüpfe und das find ich was sehr bereicherndes, weil damit endlich so strenge Genregrenzen auch aufgebrochen werden.“

zu: 3 Fragen, 3 Antworten an Annette Wagner

 


Fazit

Immer wieder tauchte die Frage in der Arbeitsgruppe auf:

Wie kriegen wir das in der Praxis hin?

Ulrike Pfeil teilte hierzu gelungene Print-Beispiele aus der Praxis aus. Letztlich hat sich die Gruppe Punkte erarbeitet, an denen angesetzt werden sollte und die weitergedacht werden müssen, um neue Perspektiven zu eröffnen und zu ermöglichen. Die Diskussion in der Arbeitsgruppe und die gelungenen Praxisbeispiele von Sandra Müller und Barbara Junge dienten als Vorbild und Inspiration für folgenden „Kriterienkatalog“, der in der Praxis Hilfe leisten soll, um Perspektivenvielfalt zu ermöglichen:

 

  1. Komfortzone verlassen

Bürgerversammlungen und Marktplätze mit demokratischen Diskussionen können geschaffen werden, wie das Beispiel der taz „MeinLand“ zeigte. Dadurch können BürgerInnen zu Wort kommen und Probleme an den Journalismus herantragen, dem sich so neue Perspektiven eröffnen. JournalistInnen können und sollen bei runden Tischen Diskussionen anstoßen, um so die Probleme der Gesellschaft aufzudecken und der Aufgabe „Sprachrohr der Gesellschaft“ gerecht zu werden.

Wie das Beispiel von Sandra Müller zeigte, dient es dem Perspektivenwechsel, Menschen über einen längeren Zeitraum hinweg zu begleiten (Langzeitbeobachtungen) und so Einsicht in neue Lebenswelten, Lebensräume und Gruppen zu erhalten. Außerdem kann man so Geschichten und Themen nach längerer Zeit wieder aufgreifen und der Frage nachgehen, was aus der damaligen Situation wurde.

Ein weiterer interessanter Punkt für eine neue Sichtweise kann der organisierte Perspektivenwechsel darstellen: JournalistInnen können zum Beispiel in andere Bundesländer (Länder, Redaktionen etc.) geschickt werden, raus aus ihrer alltäglichen Umgebung an einen anderen Ort, um dort mit einem ganz anderen Blick über bestimmte Themen zu berichten. Dabei kann sich auch ein „Tausch“ mit anderen KollegInnen anbieten.

 

  1. Sich selbst und andere ernst nehmen

JournalistInnen sollen sich selbst mit ihrer Erfahrung ernst nehmen und ihre Subjektivität zulassen. Dies kann dazu dienen, die eigenen Vorurteile besser hinterfragen zu können. JournalistInnen sollen bei bestimmten und passenden Themen sichtbar und erkennbar gemacht werden – als Menschen, die subjektiv sind und subjektiv handeln.  Dies könnte zum Beispiel durch Offenlegung der Recherchewege geschehen, wie es vergleichsweise bei größeren, investigativen Geschichten bereits der Fall ist (Beispiel Rechercheweg Paradise Papers). Die Subjektivität der JournalistInnen kann zu einer Objektivität führen und für Glaubwürdigkeit stehen.

Wie der wissenschaftliche Ansatz von Olaf Kramer zeigte, kann das „perspective taking“ dabei helfen, neue Perspektiven zu entdecken, indem sich JournalistInnen in andere Menschen und Gruppen hineindenken, sie ernst nehmen und sich damit vom Mainstream abheben.

Neben der Rolle der JournalistInnen können auch BürgerjournalistInnen für neue Perspektiven stehen, die als „Informanten“ und „Verbündete“ neue und andere Themen an den Journalismus herantragen können.

 

  1. Mainstream beobachten und durchbrechen

JournalistInnen sollten die aufkommenden Narrative in den Mainstream-Medienberichten beobachten und schauen, wie sich beispielsweise die sogenannte „Flüchtlingskrise“ im eigenen Dorf/Stadt aussieht. Ist es wirklich eine „Krise“ für die Menschen dort? Müssen sie mehr zahlen, haben sie wirklich Nachteile dadurch? Es ist Aufgabe der JournalistInnen, Beweggründe zu finden, alle Gruppen ernst zu nehmen und mit ihnen zu sprechen (Berichterstattung nicht nur über Flüchtlinge, sondern aus der Perspektive der Flüchtlinge oder besorgten Bürger). Nicht nur die Narrative in anderen Medien sollten beobachtet werden, sondern das eigene Mediengeschehen muss reflektiert und auch kritisiert werden.

 

  1. Medium nutzen

Neue Perspektiven ergeben sich auch durch die Nutzung neuer technischer Möglichkeiten –  dabei können sich einzelne Medien wie Print und Online gegenseitig kreativ befruchten, man kann gemeinsam diskutieren und Ideen zusammentragen.

Gerade in Online-Medien gibt es die Möglichkeiten, Links, Anhänge oder Infokästen schnell zu bauen oder anzuhängen. Diese sollten genutzt werden, um bei Artikeln offenzulegen, dass es zu diesem Thema noch andere Perspektiven gibt, die nicht alle recherchiert wurden/werden konnten.


Ausgehend von diesen Ergebnissen der Tagung hat sich die Arbeitsgruppe der Studierenden weiter Gedanken gemacht und versucht, Ansätze für mehr Perspektiven in der Berichterstattung für die Praxis zu finden. Das Praxisprojekt können Sie hier finden.


Das Studierenden-Team der Arbeitsgruppe 4 der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

AG4

von oben: Julia Hecker, Laura Grun, Anna Eberle, Sarah Beham

 Das Team hat sich vor der Tagung intensiv mit dem Thema „Perspektiven und Objektivität im Journalismus“ befasst und Literatur herausgesucht. Ausgewählte Werke finden sie hier der Literaturliste Perspektiven.